Gesundheitliche Symptome & mögliche Gefahren

Was bedeutet vermehrter Ausfluss in der Schwangerschaft?

Vermehrter Ausfluss in der Schwangerschaft ist völlig normal. Durch eine stärkere Durchblutung der Vagina und eine vermehrte Besiedelung durch Milchsäurebakterien kommt es zu einer erhöhten Scheidensekretion und somit zu vermehrtem Ausfluss. Diesen geruchlosen oder mild riechenden Ausfluss nennt man Weißfluss. Er besteht aus abgeschilferten Zellen der Scheidenwände, Sekreten aus dem Gebärmutterhals (Zervixschleim) und Milchsäurebakterien. Er dient der Scheide zur Selbstreinigung und schützt dich und dein Kind so vor Infektionen. Der Ausfluss kann weißlich klar, milchig oder zart hellgelb sein.
Solltest du Veränderungen von Farbe, Konsistenz und Geruch feststellen, solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen, da dies Hinweise auf eine Infektion sein können, die möglicherweise deinem Kind schadet.
Folgende Veränderungen sind bedenklich und erfordern unbedingt eine Abklärung durch einen Arzt:

Farbige Ausflüsse und ihre Bedeutung

Braun:
Eine bräunliche Verfärbung des Ausflusses, insbesondere im frühen Stadium einer Schwangerschaft, ist meist unbedenklich. Es handelt sich dabei um die Reste der vergangenen Menstruation. Sollte der braune Ausfluss jedoch mit Beschwerden wie Schmerzen (z.B. beim Urinieren oder Geschlechtsverkehr), Juckreiz, Brennen oder Krämpfen einhergehen, übel riechen oder länger anhalten, solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen, da eine Geschlechtskrankheit vorliegen könnte.

Weiß/krümelig:
Ein weiß krümeliger Ausfluss kann ein Hinweis auf eine Pilzinfektion sein. Eine solche Infektion kann ohne Symptome einhergehen, meistens tritt jedoch starker Juckreiz auf und die Vaginalschleimhaut ist geschwollen und gerötet. In seltenen Fällen kann eine Pilzinfektion vorzeitige Wehen hervorrufen. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich dein Kind unter der Geburt infiziert. Du solltest daher bei Verdacht unbedingt deinen Frauenarzt aufsuchen und dich behandeln lassen.

Gräulich/dünnflüssig:
Solltest du nach Geschlechtsverkehr einen unangenehm nach Fisch riechenden Ausfluss bemerken, ist dies ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion der Scheide (bakterielle Vaginose), bei der sich der Ausfluss gräulich verfärbt und dünnflüssig wird. Eine bakterielle Infektion in der Schwangerschaft muss unbedingt frühzeitig behandelt werden, da die Keime in die Gebärmutter aufsteigen und vorzeitig Wehen auslösen können.

Gelb/grün/eitrig:
Wenn dein Ausfluss gelb oder grün ist, sich schaumig zeigt und einen unangenehmen Geruch hat, kann dies ein Zeichen einer Geschlechtskrankheit sein. Je nach Krankheitserreger kommen Symptome wie Rötung, Juckreiz, Schmerzen beim Urinieren oder beim Geschlechtsverkehr hinzu. Eine Abklärung ist unbedingt erforderlich, da sich dein Kind bereits in der Schwangerschaft oder unter der Geburt anstecken kann.

Rot/blutig:
Blutiger Ausfluss kann eine Schmierblutung (siehe unten) mit harmloser Ursache oder ein Hinweis auf eine ernst zu nehmende Komplikation, wie z.B. eine Infektion oder eine beginnende Blutung, sein. Beides kann eine Gefahr für dein Kind darstellen und bedarf dringend einer Abklärung.

Was bedeuten Schmierblutungen?

Schmierblutungen können in der Schwangerschaft unterschiedliche Ursachen haben. Meistens sind sie harmlos, dennoch sollte in jedem Fall eine Abklärung bei deinem Frauenarzt erfolgen.
In folgenden Fällen können Schmierblutungen auftreten:
Bei einer von 200 Frauen bleibt die Menstruationsblutung in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht aus, sondern tritt weiterhin in Form von schwachen Schmierblutungen auf.
Etwa eine Wochen nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein. Dabei kann es zu einer Schmierblutung der sogenannten Einnistungsblutung kommen. Diese Blutung ähnelt einer Periodenblutung mit den typischen Beschwerden, nur ist sie schwächer und hält meist kürzer an.
Sollte sich die Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten, sondern in einem der Eileiter, spricht man von einer Eileiterschwangerschaft. In diesem Fall tritt typischerweise zwischen der 6. und der 9. Schwangerschaftswoche eine Schmierblutung auf, die von meist einseitigen Unterleibsschmerzen begleitet wird. In seltenen Fällen kommt es zu einem Anstieg der Körpertemperatur oder Schmerzen in der Schulter, die durch eine Reizung des Zwerchfellnervs hervorgerufen werden.
Bei Abgang von blutigem Schleim in Zusammenhang mit Kontraktionen spricht man von einer sogenannten Zeichnungsblutung. Diese tritt bei vorzeitiger Wehentätigkeit (vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche) bzw. bei Geburtsbeginn auf. In beiden Fällen ist sie ein Zeichen dafür, dass sich der Gebärmutterhals verkürzt bzw. sich der Muttermund öffnet.
Außerdem kann es nach einer vaginalen Untersuchung oder Geschlechtsverkehr zu einer Schmierblutung kommen. Man spricht dann von einer sogenannten Kontaktblutung.

Was kannst du gegen vaginalen Ausfluss tun?

Liegt dem Ausfluss eine krankhafte Ursache (Pilzinfektion, bakterielle Infektion, Geschlechtkrankheit) zugrunde, kann und muss er vom Frauenarzt behandelt werden. Handelt es sich lediglich um vermehrten, normalen Ausfluss (geruchlosen oder mild riechend / weißlich klar, milchig oder zart hellgelb), dem sogenannten Weißfluss, gibt es leider wenig, was du dagegen tun kannst.
Um einer Infektion vorzubeugen, solltest du in der Schwangerschaft keine Tampons sondern nur Baumwoll-Slipeinlagen verwenden. Nach dem Toilettengang stets von vorne nach hinten abwischen, keine synthetische Unterwäsche tragen, den Genitalbereich nur mit klarem Wasser waschen und keine Vaginalspülungen durchführen.

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Was hilft dir gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?

50% bis 90% aller Schwangeren leiden in der Schwangerschaft an Übelkeit (med. Nausea) und Erbrechen (med. Emisis), du bist also nicht allein mit dem Problem. Leider leitet das Wort „Morgenübelkeit“ fehl, die meisten Frauen leiden den ganzen Tag unter den Symptomen. Diese reichen von einem flauen Gefühl im Magen über starke Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Solltest du dich dabei übermäßig und andauernd erbrechen, spricht man medizinisch gesehen von einer Hyperemesis. In diesem Fall musst du dringend deinen Frauenarzt aufsuchen, da der Flüssigkeitsverlust durch das häufige Erbrechen deinem Kind schaden kann.

Schwangerschaftsübelkeit hat generell keinen negativen Einfluss auf dein Baby, solange du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst und nicht an Körpergewicht verlierst. Um die Symptome lindern zu können, ist es von Vorteil zu wissen, wodurch die Übelkeit ausgelöst wird. Es ist hilfreich ein Tagebuch zu führen. Notiere dir, wann die Übelkeit auftritt und wann sie besonders stark ist! Vielleicht erkennst du ein Muster.
Wir zeigen dir, was du gegen die Übelkeit tun kannst. Sollten diese Maßnahmen nicht helfen oder sollte sich dein Zustand verschlechtern, kontaktiere deine Frauenärztin oder deine Hebamme.

Bekannte Hilfsmittel

  • Nimm bereits 20 Minuten vor dem Aufstehen noch im Bett ein kleines Frühstück zu dir! Es eignet sich zum Beispiel ein Zwieback und etwas Tee.
  • Nimm reichlich Flüssigkeit zu dir (mind. 1,5 Liter pro Tag)! Am besten eignet sich Wasser ohne Kohlensäure, ungesüßter Kräutertee (Kamille, Pfefferminze, Melisse) und Ingwertee.
  • Esse lieber mehrmals am Tag kleine Portionen statt drei mal große!
  • Vermeide, so gut es geht, fetthaltiges und stark gewürztes Essen!
  • Trockenfrüchte gleichen den Kalium-Verlust aus.
  • Probiere es vorsichtig mit ätherischen Ölen! Zitrone soll Übelkeit vertreiben.
  • Meide Gerüche, gegen die du eine Abneigung hast, und die Übelkeit bei dir auslösen!
  • Frische Luft tut gut. Geh häufig spazieren!
  • Verzichte vor dem zu Bett gehen auf Lebensmittel, die schwer im Magen liegen!
  • Druck durch Akupressur-Armbänder kann gegen die Übelkeit helfen.
  • Ruhe dich, so oft es geht, aus!
  • Hole dir Rat! Vielleicht kennt deine Mutter einige Selbsthilfemaßnahmen, die bei ihr damals geholfen haben?

 

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Leidest Du auch unter bestimmten körperlich Beschwerden während der Schwangerschaft?

Möglicherweise hilft Dir unser Online-Geburtsvorbereitungskurs mit einer Vielzahl von Full-HD-Videos weiter. Hier werden unter anderem Themen wie Übelkeit & Verstopfung und die richtige Ernährung behandelt.

Was kannst du bei Verstopfung in der Schwangerschaft tun?

Viele Frauen leiden während ihrer Schwangerschaft an Verdauungsproblemen, meistens an Verstopfung. Durch die Hormonumstellung wir der Darm träge und entleert sich seltener. Dazu kommt, dass dem Stuhl durch die längere Verweildauer im Darm Flüssigkeit entzogen wird. Solltest du andere Veränderungen deines Stuhls wie zum Beispiel Durchfall, Farbveränderungen oder Blutbeimengungen bemerken, solltest du dich unbedingt bei deinem Arzt vorstellen.

Was dagegen hilft

Die meisten Hausmittel, die gegen Verstopfung helfen, können auch in der Schwangerschaft angewendet werden. Wir zeigen dir hier, wie du mit ein paar simplen Tricks deinen Verdauungstrakt wieder in Schwung bringst.

  • Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung (Obst, Gemüse, Salat, Vollkornprodukte)!
  • Reduziere stopfende Lebensmittel wie z.B. Weißmehl und Zucker!
  • Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme! Tipp: Trink morgens ein bis zwei Tassen heißes Wasser auf nüchternen Magen!
  • Magnesium hilft gegen Verstopfung. Da der Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft ohnehin erhöht und eine Deckung des Bedarfs über die natürliche Nahrung schwierig ist, empfiehlt es sich Magnesium zusätzlich einzunehmen.
  • Gequollene Leinsamen und Trockenobst bewirken, dass der Stuhl weicher wird. Beides kann gut zusammen mit Naturjoghurt oder Müsli verzehrt werden.
  • Säfte wie Pflaumensaft, Sauerkrautsaft oder roter Traubensaft wirken abführend.
  • Körperliche Bewegung regt den Darm an.
  • Bauch-Selbstmassage: Massiere ein- bis zweimal am Tag deinen Bauch im Uhrzeigersinn, am besten im Liegen!
  • Trotz erschwertem Stuhlgang solltest du keine Abführmittel während deiner Schwangerschaft zu dir nehmen.
  • Informiere dich bei deiner Hebamme, deinem Arzt oder Apotheker hinsichtlich Flohsamen.

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Was hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Fast die Hälfte aller Schwangeren leidet unter Sodbrennen, das sich durch brennende Schmerzen hinter dem Brustbein verbunden mit säuerlichem Aufstoßen äußert. Es kann bereits in der Frühschwangerschaft auftreten, wahrscheinlicher ist jedoch das Auftreten im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel. In der Regel gehen die Beschwerden nach der Entbindung von alleine weg. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, solltest du dir von deinem behandelnden Arzt Medikamente zur Neutralisierung verschreiben lassen, da längeranhaltendes Sodbrennen die Speiseröhre und die Zähne beschädigen kann.

Was verursacht Sodbrennen?

Die hormonellen und körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft begünstigen das Auftreten von Sodbrennen. Das von der Plazenta produzierte Hormon Progesteron bewirkt, dass der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen aufgelockert wird. Außerdem drückt die Gebärmutter mit zunehmendem Wachstum von unten gegen den Magen. Dadurch kommt es zum Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, was die typischen Symptome hervorruft.

Was tun gegen Sodbrennen?

Häufig helfen einfache Maßnahmen um dem unangenehmen Brennen, ein wenig entgegenwirken. Solltest du keine Besserung erzielen, gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung. Diese darf jedoch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Folgende Maßnahmen können helfen die Symptome zu lindern:

  • Schlafen in linker Seiten-Hochlage
  • Vorsicht beim Essen! Vermeide bzw. reduziere säurehaltige Lebensmittel, fetthaltiges oder stark gewürztes Essen und Süßigkeiten!
  • Vermieide säurehaltige Getränke, Kaffee und Pfefferminztee! Trinke statt Fruchtsäften und kohlensäurehaltigem Mineralwasser besser stilles Wasser und milde Kräutertees wie zum Beispiel Fenchel-Kümmel-Anis-Tee.
  • Gut gekaut, ist halb verdaut. Durch langes Kauen wird der Speisebrei mit reichlich Speichel versetzt. Die im Speichel enthaltenen Enzyme sind wichtig für die Verdauung und bewirken eine geringere Magensäureproduktion.
  • Nimm mehrere kleine Mahlzeiten, statt wenige große zu dir!
  • Geh nicht mit vollem Magen ins Bett!
  • Kaugummikauen nach dem Essen kann Sodbrennen vorbeugen.
  • Bewegung regt die Verdauuung an – ein kleiner Verdauungsspaziergang kann Wunder bewirken.
  • Trage keine enge Kleidung, da diese den Druck auf den Magen erhöhen kann.
  • Haferflocken saugen überschüssige Magensäure auf und verhindern so dessen Rückfluss in die Speiseröhre – ein Esslöffel bei Bedarf reicht aus.
  • Haselnüsse und Mandeln neutralisieren die Magensäure.
  • Geheimtipp: Ein Glas roher Kartoffelsaft vor dem Essen und ein Teelöffel Senf danach.

 

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Was hilft gegen Blähungen in der Schwangerschaft?

Während der Nahrungszersetzung im Verdauungstrakt entstehen Gase, die in Form von Winden abgehen. Jeder gesunde Mensch muss zehn bis zwanzig Mal am Tag Luft ablassen. In der Schwangerschaft kommt es durch die Hormonumstellung zu verminderten Darmbewegungen. Die Verdauung wird verlangsamt, der Darminhalt verbleibt länger im Verdauungstrakt als üblich und es werden vermehrt Gase produziert, was sich in Form von Blähungen äußert.

Luft ablassen ist angesagt

Es ist also ganz normal in der Schwangerschaft vermehrt Blähungen zu haben. Du bist nicht alleine mit diesem Problem! Es gibt ein paar Dinge, die du vorbeugend oder zur Entlastung tun kannst. Solltest du dennoch Blähungen haben, solltest du diese nicht unterdrücken, denn das kann sehr schmerzhaft sein. Luft ablassen ist angesagt!

Was du gegen Blähungen unternehmen kannst

Zur Entlastung:

  • Leg dir ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche auf den Bauch! Achte darauf, dass diese nicht zu heiß ist.
  • Nimm ein warmes Entspannungsbad (ebenfalls nicht zu heiß)!
  • Massiere deinen Bauch im Uhrzeigersinn, beginnend am rechten Unterbauch (nicht bei vorzeitigen Kontraktionen/Wehen)!
  • Nimm Verdauungspräparate/pflanzliche Arzneimittel nur nach Rücksprache mit deinem Arzt ein.

Zur Vorbeugung:

  • Iss langsam! Gut gekaut, ist halb verdaut!
  • Verzehre kleine Portionen!
  • Iss Naturjoghurt (probiotisch)!
  • Verzichte auf blähungsfördernde Nahrungsmittel wie z.B. Bohnen, Zwiebeln, Kohl, Lauch, etc.!
  • Bereite deine Mahlzeiten fettarm zu und würze sie mild!
  • Bewege dich viel!
  • Trink stilles Wasser und entkrampfende Kräutertees (Fenchel, Kümmel, Anis) statt kohlensäurehaltiger Getränke!
  • Vermeide vermehrtes Luftschlucken (nicht mit Strohhalm trinken, keinen Kaugummi kauen, etc.)!
  • Achte auf eine aufrechte Haltung!

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Was kannst du gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft tun?

Viele Frauen leiden vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel unter Rückenschmerzen. Die Entstehung wird begünstigt durch die hormonell bedingte Auflockerung des Gewebes, durch zu schwache Muskulatur und durch Fehlstellungen von Wirbelsäule und Becken.
Die wachsende Gebärmutter bewirkt, dass sich der Bauch mehr und mehr nach vorne wölbt. Ist die Rumpfmuskulatur nicht stark genug dieses Gewicht zu tragen, wird die Wirbelsäule nach vorne ins Hohlkreuz gezogen. Es kommt zu einer Kompression im Lendenwirbelbereich, welche Schmerzen verursachen kann. Außerdem kommt es manchmal vor, dass das immer größer werdende Kind auf den Ischiasnerv drückt. Dies äußert sich durch Schmerzen, die in das Gesäß und/oder die Beinrückseite ziehen. Da die Symptomatik bei einem Bandscheibenvorfall ähnlich sein kann, solltest du dich bei dieser Art von Beschwerden an einen Arzt wenden.
Um Rückenschmerzen in der Schwangerschaft vorzubeugen, kannst du folgendes tun: Achte auf eine aufrechte Haltung (Brustbein anheben, Schultern nach hinten/unten, Becken aufrichten, Wirbelsäule lang machen) und treib Sport! Ausdauertraining und leichtes Kraftausdauertraining eignen sich auch in der Schwangerschaft. Du solltest dich mindestens 3 bis 4 Mal pro Woche 15 Minuten körperlich betätigen, ideal wäre 4 bis 5 mal pro Woche 30 Minuten.
Unter anderem sind folgende Sportarten in der Schwangerschaft unbedenklich und werden empfohlen:

Walking, Schwimmen, Schwangerschaftsyoga und –gymnastik

Um die Ausdauer in der Schwangerschaft zu trainieren, eignet sich Walking (zügiges Gehen mit Armeinsatz) oder Schwimmen. Schwimmen eignet sich besonders gut, da es gelenkschonend ist, und dabei die gesamte Muskulatur des Körpers beansprucht wird. Achte auf eine korrekte Technik und schwimm langsam! Du solltest nicht ins Schnaufen kommen!

Außerdem eignen sich Schwangerschaftsyoga und -gymnastik. Hier werden gezielt Übungen durchgeführt, die deine Muskelatur stärken und deine Haltung verbessern. Außerdem erhälst du zahlreiche Tipps zur Entlastung stark beanspruchter Körperpartien. Informiere dich rechtzeitig über Kurse in deiner Nähe.

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Yoga für Schwangere
Yoga für Schwangere, entwickelt von Anna Kahlhammer

 

Bewehrte Maßnahmen gegen Rückenschmerzen

  • Wärme und Bewegung sind die wichtigsten Maßnahmen bei Verspannungen und Rückenschmerzen.
    Wärme, in Form von warmen Bädern, Nierenwärmern, Wärmflaschen, Heizkissen oder Ähnlichem, entspannt die Muskulatur. Achte bei der Verwendung von elektrischen Heizmitteln und heißem Wasser darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch ist!
    Bewegung reduziert die Beschwerden! Tägliche Spaziergänge sorgen dafür, dass die Muskulatur deines Körpers in Bewegung bleibt.
  • Entspannungsübungen, wie z.B. Katze-Kuh können ebenfalls die Beschwerden lindern. Bei dieser Übung werden im Vierfüßlerstand abwechselnd zwei Haltungen eingenommen – der Katzenbuckel und Hohlkreuzhaltung. Die Wirbelsäule wird mobilisiert und die Rückenmuskulatur sanft gedehnt.
  • Zur Entlastung des unteren Rückens eignet sich die Stufenlagerung in Rückenlage. Dazu werden die Beine im 90°-Winkel erhöht abgelegt (z.B. auf dem Sofa). Sollte dir dabei schwindelig werden, leg dich auf die linke Seite und atme ruhig und tief.
    In Seitenlage kann der untere Rücken entlastet werden, indem das obere Bein auf einem Stützkissen abgelegt wird. Diese Position eignet sich auch zum Schlafen.
  • Außerdem können Massagen gegen Rückenschmerzen helfen. Lass dich diesbezüglich von deiner Hebamme oder einem erfahrenen Physiotherapeuten beraten, da nicht alle Massagetechniken in der Schwangerschaft geeignet sind.
  • Sollten diese Maßnahmen nicht helfen, wende dich an deinen Arzt.

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Was kannst du gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft tun?

Viele Frauen leiden vor allem in der Frühschwangerschaft bedingt durch die hormonelle Umstellung unter Kopfschmerzen. Aber auch später im Schwangerschaftsverlauf können Kopfschmerzen auftreten. Die häufigsten Ursachen sind Stress, Verspannungen, Verzicht auf Koffein, Flüssigkeits-, Bewegungs-, Schlaf- und Sauerstoffmangel. In seltenen Fällen sind Schwangerschaftserkrankungen wie zum Beispiel eine Präeklampsie die Ursache.

Nichtmedikamentöse Maßnahmen gegen Kopfschmerzen

Mit der Einnahme von Medikamenten solltest du in der Schwangerschaft zurückhaltend sein. Häufig können die Beschwerden mit nichtmedikamentösen Maßnahmen gelindert oder behoben werden. Sollten diese Maßnahmen nicht helfen oder die Beschwerden gar schlimmer werden, solltest du deinen Arzt aufsuchen. Folgende Maßnahmen können Linderung verschaffen:

  • Gönn dir viel Ruhe und Schlaf!
  • Kühle Kopf, Nacken und Schläfen mittels einem kalten Waschlappen!
  • Benutze Wärmeauflagen gegen Verspannungen!
  • Migräne-Killer: Apfel
  • Nimm reichlich Flüssigkeit zu dir!
  • Bewege dich regelmäßig an der frischen Luft!
  • Vermeide Stress!
  • Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung!
  • Sorge für ausreichende Erholungspausen!
  • Wende Entspannungstechniken an!
  • Lass dich massieren!

Verdacht auf Gestose: Vorstellung bei deinem Frauenarzt

Sollten die Kopfschmerzen andauern, sich verschlimmern oder von unten genannten Symptomen begleitet werden, solltest du unbedingt deinen Arzt aufsuchen, da eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung (Getose) vorliegen könnte. Gestose wird im Volksmund häufig irrtümlich als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine ernstzunehmende Komplikation, die für Mutter und Kind lebensbedrohlich sein kann, wenn keine Behandlung erfolgt. Man unterscheidet zwischen Früh- und Spätgestosen. Zu den Frühgestosen zählt unter anderem die Morgenübelkeit in der Frühschwangerschaft (Emisis gravidarum), welche in der Regel ungefährlich für Mutter und Kind ist. Zu den Spätgestosen zählen die Präeklampsie, die Eklampsie und das sogenannte HELLP-Syndrom. Spätgestosen treten im letzten Schwangerschaftsdrittel auf und werden meistens von einem erhöhten Blutdruck begleitet.

Bei folgenden Symptomen solltest du dich unverzüglich bei deinem Frauenarzt bzw. in der Klinik vorstellen:

  • ansteigende Blutdruckwerte
  • plötzlich auftretende Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Schmerzen im Oberbauch rechts
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Schwindel
  • Sehstörungen

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Was kannst du gegen Schwangerschaftsstreifen in der Schwangerschaft tun?

Die schlechte Nachricht gleich zu Anfang: Leider gibt es kein Wundermittel gegen Schwangerschaftsstreifen. Dehnungsstreifen (medizinisch: Striae, nicht zu verwechseln mit Zellulite) entstehen mit wachsendem Babybauch, weil du während der Schwangerschaft automatisch an Gewicht zulegst, deine Haut deswegen spannt und so Risse in der Unterhaut entstehen. Diese Hautrisse hängen besonders von deinem Bindegewebe ab; je schwächer dies ist, umso mehr Dehnungsstreifen sind üblich. Zusätzlich können die Schwangerschaftshormone deine Haut dünner machen. Sind die Streifen dann einmal da, gehen sie nicht mehr weg. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die du anwenden kannst.

Vorbeugende Maßnahmen

Versuche während deiner Schwangerschaft kontinuierlich zuzunehmen und eine schnelle Gewichtszunahme zu vermeiden. Denn je schneller du zunimmst, desto eher sind die bösen Streifen da, da deine Haut nicht die Zeit für eine langsame, sich anpassende Dehnung hatte und sie deswegen reißt. Am besten ernährst du dich gesund, isst viel frisches Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und Nüsse. In diesen Lebensmitteln sind Nährstoffe enthalten, die gleichzeitig gesund für deine Haut sind!
Nebenbei solltest du dich viel bewegen, leichte, regelmäßige Übungen können auch nicht schaden. Informiere dich doch bezüglich Yogakursen für Schwangere in deiner Nähe. Muskelaufbau hat generell eine vorbeugende Wirkung.
Zusätzlich gilt, je trainierter du davor bist, desto weniger Schwangerschaftsstreifen sind üblich.

Weitere Maßnahmen

Anti-Dehnungsstreifen-Cremes sind leider unzureichend. Diese Cremes machen zwar deine Haut geschmeidig, erreichen jedoch leider nicht die unter der Oberhaut tieferliegenden Schichten. Dennoch kannst du dich damit eincremen, damit deine Haut elastisch bleibt; am besten nach dem Duschen, da ist deine Haut am empfänglichsten für Pflegeprodukte. Penaten Creme ist zum Beispiel reichhaltig an Olive und Kamille und viel günstiger als andere Drogeriemarktprodukte.
Versuche stattdessen einige andere Hausmittel wie Massagen. Massiere deine Haut in kreisenden Bewegungen mit Hilfe einer Massagebürste oder Massagehandschuhen an Bauch, Beine/Oberschenkel, Po und Brüste ein. Neues Gewebewachstum kannst du auch mit der sogenannten Zupfmassage fördern (nur bis zum 8. Monat). Hierfür einfach mit ein bisschen Öl die Haut (an den Beinen, am Po oder Bauch) zwischen Daumen und Zeigefinger zupfen und kneten. Brause dich nach dem Duschen einmal kalt ab, das fördert zusätzlich die Durchblutung. Halte deine Durchblutung allgemein auf Trab, z.B. durch 30-minütige Spaziergänge pro Tag. Dafür eignen sich auch Wechselduschen am Morgen. Es bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern tut auch deiner Haut gut.

Spätere Anwendungen zur Entfernung

Sollten dich die Schwangerschaftsstreifen treffen, versuche es positiv zu sehen: Du wirst Mutter und in dir wächst ein Baby heran. Das ist doch mehr ein Grund zur Freude und außerdem verblassen die Dehnungsstreifen nach der Geburt zu hellen, dünnen Linien. Solltest du dich danach jedoch immer noch unwohl fühlen, kannst du als Alternative eine medizinische Behandlung in Betracht ziehen. Entfernen kannst du deine Dehnungsstreifen zum Beispiel mit dem gängigen Laser-Verfahren oder Microneedling. Vereinbare am besten einen Beratungstermin bei deinem Arzt.

 

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